Mit der „Köf“ nach „B-Mühle“

26.04.2017

Freunde der Eisenbahn gestalten 80. Vortragsabend in Trebgast Am jeweils letzten Mittwoch des Monats steht das Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich in Trebgast dem Freundeskreis Schiefe Ebene zur Verfügung. Somit können dort am 26. April wieder mehrere Themen aus der Welt der Eisenbahn beleuchtet werden.

Die „Köf“ ist mit ihren 118 PS die kleinste Lokomotive, die ab und zu Sonderzüge der Dampfbahn Fränkische Schweiz durchs Wiesenttal zieht. Haupteinsatzgebiet der 1954 gebauten Lok ist aber dort der Rangier- und Bauzugdienst (Foto: Gernot Dietel)

Im Jahr 1992 waren die besonderen Einrichtungen des Grenzbahnhofes Probstzella noch nicht vollständig zurückgebaut wie hier rechts der Sichtschutzzaun. Das Interesse der Fotografen galt aber eher dem einfahrenden Schnellzug, bevor sich die Dampflok 01 150 auf die Reise machen konnte (Foto: Roland Fraas)

Beim Rückblick auf die Ereignisse des Jahres 2002 im Dampflokmuseum darf RegentalCargo nicht fehlen – hatte doch diese Güterbahn ihren Sitz in Neuenmarkt, um von dort aus mit ihren weiß-blauen Dieselloks u. a. das Flüssiggaslager in Lanzendorf zu versorgen. Heute macht das der LKW (Foto: Roland Fraas)

Rechtzeitig zum Start der neuen Museumsbahnsaison am 30. April nimmt Bahnhistoriker Gernot Dietel die Gäste mit auf eine Reise über die „Dampfbahn Fränkische Schweiz“ (DFS). Die Bahnlinie von Ebermannstadt nach Behringersmühle wurde 1930 als eine der letzten Nebenbahnen in Bayern in Betrieb genommen und verlor bereits 1976 wieder ihren Personenverkehr. Sie blieb jedoch vom Abbau verschont: engagierte Eisenbahnfreunde gründeten die DFS als Museumsbahnverein, retteten passende historische Fahrzeuge und richteten diese und die Strecke in jahrelanger Arbeit wieder her – seit 1980 fahren nun schon diese Touristikzüge erfolgreich durchs Wiesenttal zum Endbahnhof „B-Mühle“. Manchmal ist da auch die Kleindiesellok „Köf“ unterwegs, so wie bei der Tour von Gernot Dietel im Jahr 2016.

Ein Vierteljahrhundert zurück blickt anschließend Roland Fraas. 1992 setzte die Bundesbahn noch auf den Erfolg von Nostalgiefahrten – in Folge der „Wende“ standen damals zusätzlich zahlreiche Dampflokomotiven der DDR-Reichsbahn zur Verfügung. Von Nürnberg aus wurde eine Rundfahrt durch den Thüringer Wald angeboten; bis Probstzella sollte der edle Renner 01 150 den Sonderzug ziehen, um ihn dort an die „Bergkönigin“ 95 027 zu übergeben. Die Leerfahrt der Schnellzuglok zurück nach Lichtenfels nutzten die Münchberger Eisenbahnfreunde für eine spezielle Tour über die Frankenwaldbahn, die dann aber doch ein wenig anders als geplant verlief…

Zum Abschluss zeigt Peter Wiedner eine seiner vielen Filmproduktionen. Er hat fast jedes Kalenderjahr die Ereignisse rund um das Neuenmarkter Dampflokmuseum im bewegten Bild festgehalten und erinnert diesmal an das Jahr 2002 – mit dabei sind da auch Szenen vom Münchberger Bahnhof, wo damals das Reststück der einstigen Lokalbahn nach Zell 100. Geburtstag feiern konnte.

Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

 

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