Sonderausstellung im DDM zu Unfallverhütungsvorschriften bei der Deutschen Bundesbahn

22.12.2016

Von Dezember 2016 bis 28.02.2017 zu den regulären Öffnungszeiten. Es fallen neben dem normalen Museumseintritt keine weiteren Kosten an.

Eine Retrospektive von 1950 bis 1993

Das Deutsche Dampflokomotiv Museum in Neuenmarkt zeigt von Dezember 2016 bis Ende Februar 2017 eine Ausstellung zum Thema Unfallverhütungsvorschriften bei der Deutschen Bundesbahn. 

Den Besucher erwarten 24 Plakate aus den Jahren 1950 bis 1993, die sonst nur Mitarbeiter der Deutschen Bundesbahn zu sehen bekamen. 

Sie zeigen Unglücksvariationen aus dem Arbeitsalltag, die dem Eisenbahner manchmal nachdenklich, häufig mit Humor aber immer mit der notwendigen Ernsthaftigkeit die Unfallverhütungsvorschriften in Erinnerung bringen sollten.

Von künstlerischem Wert

Deutlich ist an den Plakatmotiven der Wandel von der Dampflokomotive zum ICE erkennen. Der Besucher kann jedoch auch die Entwicklung der Gebrauchsgrafik nachvollziehen.

Auf frühe Werke, in der klassischen Manier einer Plakatmalerei entstanden, folgen Motive in Collagentechnik, Fotoverfremdungen halten Einzug und spätestens ab den 70er Jahren ist der Einfluss der Pop Art nicht zu leugnen.

Das Bundesbahn-Sozialamt in Frankfurt am Main schuf über die Jahrzehnte eine Serie von gesuchten Sammlerstücken, die neben ihren inhaltlichen auch einen künstlerischen Wert besitzen. 

Mit nur wenigen Gestaltungselementen wurde die Botschaft transportiert. Die Künstler griffen auf emotionale Ansprache und alltägliche Motive aus Beruf und Alltag zurück.

Neuland in der Dokumentation

Arbeitssicherheit besaß in den Dienststellen der Deutschen Bundesbahn einen sehr hohen Stellenwert. Beschäftigte erhielten regelmäßig Unterweisungen, um Gefahren zu minimieren und zu beherrschen. 

In Ergänzung zu Schulungen und Filmen, konzipierte das BSA Werbe- und Aufklärungsmaßnahmen, die inhaltlich wichtige und sicherheits-relevante Botschaften aufgriffen. 

Ein beliebtes Werbemittel war dabei das „werbende Bild“ – heute schlicht Plakat genannt. Während Reiseplakate der Deutschen Bundesbahn schon seit längerem gut recherchiert und erforscht sind, werden erst in letzter Zeit die Bestände an Unfallverhütungsplakaten im DB Museum Nürnberg gesichtet und ihre Entstehungsgeschichte dokumentiert. 

Die Präsentation im DDM gibt seinen Besuchern schon jetzt einen Einblick zu diesem Thema.