78. Trebgaster Vortragsabend: Mit „Miele“ über die Dampflok - Rollbahn

01.03.2017

Beim Vortragsabend in Trebgast am 01. März wird erstmals der Film „Mieles Lebenswerk“ gezeigt, eine besondere Rarität aus den 1960er Jahren mit einmaligen Eisenbahnszenen – Auch die Kahlgrundbahn wird besucht. Der Vortragsabend beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei.

Mangels geeigneter Reisezugwagen stellte die Kahlgrundbahn im Februar 1977 alle rollfähigen Triebwagenanhänger bereit, damit die 64 289 mit dieser illustren Garnitur die vielen Fahrgästen durch den schönen Kahlgrund schaukeln konnte (Foto: Roland Fraas)

Im Rahmen der Saisonabschlussfahrt nach Neuenmarkt Ende Dezember 1986 hatte die 86 457 einen Solo-Auftritt: mit den Wagen der Münchberger Eisenbahnfreunde schnaufte sie als „Gefreeser Bockela“ durch den Bahnhof (Foto: Roland Fraas)

In kurzen Abständen donnerten die schweren Güterzüge über die „Rollbahn“ nach Bremen, hier durchfährt im Juli 1968 die 44 1329 den Bahnhof Hittfeld (Foto: Johannes Holz-Koberg)

Trebgast. – Im Januar gehörte die Vortragsbühne im Nebenzimmer des Gasthofes Friedrich vollständig Wolfgang Bleiweis aus Schweinfurt mit seinen unzähligen Dia’s der nordamerikanischen Bahngesellschaften, nun sind am 1. März wieder mehrere Themen aus Deutschland angekündigt – wegen Betriebsurlaub der Gastwirtschaft ist diesmal der Termin um eine Woche nach hinten geschoben.

Zum Auftakt blickt Roland Fraas in das Jahr 1977 zurück – das letzte Jahr mit Dampfbetrieb bei der Deutschen Bundesbahn. Damals mussten sich die Dampflokfreunde langsam umorientieren, wollten sie noch ihrem Hobby frönen. Auf ganz wenigen Privatbahnen war es noch möglich, Dampflokomotiven einzusetzen – so auf der ganz im Westen Frankens liegenden Strecke durch den Kahlgrund nach Schöllkrippen: mehrere oberfränkische Fans konnten damals noch den „Bubikopf“ 64 289 im Einsatz erleben.

Acht Jahre später wurde das Dampflokfahrverbot zur 150-Jahr-Feier der Eisenbahn erstmals wieder gelockert, und ab 1986 durften die historischen Maschinen sogar bis Neuenmarkt fahren – Grund genug, dorthin eine Saisonabschlussfahrt mit allen einsatzfähigen Bundesbahn-Dampfern zu machen, einschließlich einer Parade von acht Lokomotiven quer über den ganzen Bahnhof!

Johannes Holz-Koberg präsentiert dann ein besonderes Privatfilm-Schmankerl:

Miele, mit bürgerlichem Namen Ulrich Meletschus, ist ein Hamburger Jazzmusiker und passionierter Eisenbahnfreund, der in diesem Film, den er mit seinen ebenfalls eisenbahn-begeisterten Freunden gemeinsam produziert hat, den Alltagsbetrieb der Bahn in und um Hamburg ab den frühen 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Bild und vor allem Ton dokumentiert hat. Zur Auflockerung dieser einmaligen Rarität sind viele Filmszenen aus bekannten Fernsehserien der 60er und einige selbstinszenierte Passagen in den Film eingeschnitten worden.

Vorgestellt wird der Hamburger Wendezugbetrieb, Schnell- und Güterzüge sowie der Rangierbetrieb. Das krönende Finale zeigt eine Reise über die Rollbahn von Hamburg über Bremen nach Osnabrück mit Baureihen wie 03.10, 10 und 50.40, aber auch mit dem TEE-Zug VT 11.5.

 

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