99 562: Die sächsische „IV K“

Einige von den 22 erhaltenen Exemplaren bimmeln heute auf Museumsbahnen | Die Lok 99 562 hier steht auf einem Transportwagen. Mit diesem konnte die Schmalspurlok auch über Normalspurstrecken in das Ausbesserungswerk transportiert werden.

Modell-Skizze der 99 562

Technische Daten

BAUART B´B´ n4v K 44.7
SPURWEITE 750 mm
TREIB- UND KUPPELRAD Ø 760 mm
LÄNGE ÜBER PUFFER 9 000 mm
HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT 30 km/h
INDIZIERTE LEISTUNG 330 PS (RBD DRESDEN)
200 PS (VES-M HALLE / SAALE)
KESSELÜBERDRUCK 14 kp/cm²
ROSTFLÄCHE 0,97 m²
VERDAMPFUNGSHEIZFLÄCHE 49,87 m²
ZYLINDER Ø 2 x 240/400 mm
KOLBENHUB 380 mm
MAXIMALE ACHSLAST 7,1 Mp
LOKREIBUNGSLAST 28,5 Mp
LOKDIENSTLAST 28,5 Mp
HERSTELLER TENDER SÄCHSISCHE MASCHINENFABRIK
VORMALS RICHARD HARTMANN, CHEMNITZ
FABRIK-NR. 3215
BAUJAHR 1909
ABNAHME 10. DEZ. 1909
NEUBAUKESSEL HALBERSTADT
FABRIK-NR. 270
BAUJAHR 1963
EINBAU 11. FEBR. 1964
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99 562 | mit Rollwagen-Güterzug zwischen Naundorf und Schweta | Foto: Oliver Bräuer, 1984
99 562 | mit Rollwagen-Güterzug zwischen Naundorf und Schweta | Foto: Oliver Bräuer, 1984

Kurvenwunder auf schmaler Spur

Diese 1892 erstmals gelieferte sächsische Lok hält einen Rekord: Mit 96 Stück ist sie die meistgebaute deutsche Schmalspurdampflok. Ab 1925 reihte die Deutsche Reichsbahn sie als Reihe 9951-60 ein.

Das zweigeteilte Triebwerk nach der Bauart Günther-Meyer eignete sich gut für Kurvenstrecken. Es bewährte sich so sehr, dass die Lok alle anderen, oft älteren Gattungen, verdrängte.

In Sachsen fuhr die „Vier Ka“ bis in die 1990er Dienst nach Plan. Die Absicht, sie durch eine Diesellok zu ersetzen, wurde verworfen. So wurden ab 1962 insgesamt 29 Loks umfassend modernisiert – das glich praktisch einem Neubau: Erst bekamen die Loks neue, geschweißte Kessel, später auch Rahmen in Schweißkonstruktion.